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Sternbilder

Im Folgenden sind alle 88 Sternbilder aufgezeigt und erklärt. Zu jedem dieser 88 Sternbilder ist eine kurze Erklärung bei und teilweise auch eine kurze Geschichte, die über eine Mythologie erzählt. Es beginnt mit Andromeda und endet mit Vulpecula; ist also alphabetisch aufgelistet. Sollten bezüglich der Sternbilder noch Fragen auftauchen, so bin ich jederzeit per eMail: erreichbar.

Andromeda

Lateinischer Name: Andromeda; Deutscher Name: Andromeda; Abkürzung: And

Das Sternbild Andromeda ist ein Name für eine äthiopische Prinzessin, die einem Walfisch zum Fraß dienen sollte, um das Land zu retten, welches der Walfisch bedrohte mit Wellen. Das Sternbild steht sehr weit nördlich, so dass in Mitteleuropa mit seinem Nordteil gar nicht mehr untergeht. Besonders gut zu beobachten ist es im Herbst, wenn es fast im Zenit steht. Ganz interessant am Andromeda-Sternbild ist sein Nebel (M31), der schon im 10.Jh. bekannt war und von Al Sufi entdeckt wurde (nicht eingezeichnet). Er wird als kleiner Nebelfleck gesehen. Es ist der nächst größte Spiralnebel in einer Entfernung von 2,25 Mio. Lj.. Allein der Durchmesser des Nebels ist gigantisch, 100000 Lj.. Der Andromedanebel umgibt mit ca. 20-30 anderen Galaxien unsere Milchstraße.

Antlia

Lateinischer Name: Antlia; Deutscher Name: Luftpumpe; Abkürzung: Ant

Dieses relativ kleine Sternbild wurde erst 1972 eingeführt. Es kann man sehr gut in den Monaten März und April abends sehen, wenn es über dem S-Horizont (unterhalb der Hydra) liegt. Antlia enthält nur sehr schwache Sterne. Über dieses Sternbild kann ich leider nicht mehr erzählen.

Apus

Lateinischer Name: Apus; Deutscher Name: Paradiesvogel; Abkürzung: Aps

Auch dieses Sternbild wurde erst sehr spät in die Sternliste aufgenommen. 1603 wurde er von Bayer aufgenommen. Es liegt ganz nahe am südlichen Himmelspol. Der alpha-Stern ist der Leuchtstärkste. Der delta-Stern ist ein weiter optischer Doppelstern, dessen Komponenten 103" auseinander liegen.

 

Aquarius

Lateinischer Name: Aquarius; Deutscher Name: Wassermann; Abkürzung: Aqr

Das Sternbild Aquarius ist eines der größten und für mich schönsten Sternbilder. Der Wassermann war in der griechischen Sage Deuklion, der Sohn des Prometheus. Unser Pertus entspricht dem Wassermann sehr, da er damals im Scherz immer für das schlechte Wetter verantwortlich war. Und es war wirklich so, dass es zu regnen begann, wenn das Sternbild etwa für zwei Monate vom Himmel verschwand. Besonders betroffen war der Mittelmeerraum und der Nahe Osten. Es ist ein Tierkreissternbild und kann besonders gut im Herbst beobachtet werden. Wenn es voll ausgedehnt ist, enthält es nur sehr schwache Sterne. Der Hauptstern "Alpha" oder auch Sadalmelik ist ca. 1100 Lj. entfernt.Zwei sehr schöne Nebel sind in einem kleinen Rohr bereits erkennbar: NGC 7293 ist 450 Lj. entfernt, NGC 7009 ist rund 3900 Lj. entfernt. Häufig wird er auch als Sonnenblumennebel bezeichnet.

Aquila

Lateinischer Name: Aquila; Deutscher Name: Adler; Abkürzung: Aql

Der Adler soll nach einer griechischen Sage Antinous zum Olymp entführt haben. Im Sommer und Herbst kann man dieses Sternbild besonders gut beobachten. Der Hauptstern "Alpha" oder auch Atair oder Altair gennant ist 16 Lj. von uns entfernt. Zudem besitzt dieses Sternenbild einen Doppelstern (s. Bild rechts unten), die am hellsten scheinen. Etwa 1,5 Grad westlich von "Gamma" befindet sich ein berühmter Dunkelnebel ("Dunkle Höhle"), der ebenfalls schon mit einem einfachen Teleskop zu erkennen ist. Er ist ca. 1000 bis 2500 Lj. entfernt.

 

Ara

Lateinischer Name: Ara; Deutscher Name: Altar; Abkürzung: Ara

Dieses Sternbild liegt etwas südlicher als der Skorpion und geht in Mitteleuropa nicht mehr auf. In diesem Sternbild gibt es mehrere Sternhaufen, wie z.B. NGC 6028. Der Kugelsternhaufen NGC 6397 gehört zu den dichtesten Sternhaufen mit etwa 8000 Lj. Entfernung.

 

Aries

Lateinischer Name: Aries; Deutscher Name: Widder; Abkürzung: Ari

Auch dieses Sternbild beruht auf eine alte griechische Sage. Der Widder entführte Phrixos und Helle, die die beiden Kinder der Wolkengöttin Nephele waren, da sie geopfert werden sollten. Das Kind Helle stürzte dabei aber ins Meer. Auch dieses Sternbild ist ein Bild aus dem Tierkreissternbild. Besonders gut kann man es im Herbst und Winter beobachten. Der "Alpha"-Stern heißt auch Hamal. Es ist ein roter Riesenstern. Dieses Sternbild ist schon mit einem guten Fernglas zu erkennen.

Auriga

Lateinischer Name: Auriga; Deutscher Name: Fuhrmann; Abkürzung: Aur

Das Sternbild Auriga geht auch auf eine alte Geschichte zurück. Dieser Fuhrmann soll der Erfinder der Streit- und Kampfwagen gewesen sein. Der nördliche Teil des Sternbildes ist für Mitteleuropa zirkumpolar, d.h., es geht dort nicht unter. Die Beobachtungszeit ist am besten im Winter. Capella, "Alpha"-Stern ist ein gelblicher Riesenstern. Die Entfernung beträgt 42 Lj.. Er wird auch als Bedeckungsveränderlicher bezeichnet. Die nächste Bedeckung ist im Jahre 2009. Auch hier gibt es einen Sternhaufen, der sich im Süden des Bildes befindet. M 37,38 sind besonders bemerkenswert. Sie sind 4000 und 4500 Lj. entfernt. Der Fuhrmann liegt in der Milchstraße.

Bootes

Lateinischer Name: Bootes; Deutscher Name: Ochsentreiber; Abkürzung: Boo

Dieses Sternbild gehört zu den Frühlingsbildern, welche natürlich im Frühling am besten zu beobachten sind. Der "Alpha"-Stern, auch Arcturus gennant, ist ein orangeroter Riesenstern, der einen Durchmesser hat, der 22 mal so groß ist, wie der der Sonne. Da er nur 36 Lj. von uns entfernt ist, ist er der nächste rote Riese überhaupt. Der Hauptstern istmit einem 5-cm-Rohr gut erkennbar.

Caelum

Lateinischer Name: Caelum; Deutscher Name: Grabstichel; Abkürzung: Cae

Dieses winzige Sternbild wurde erst 1752 von Lacaille eingeführt. Es liegt etwas südlicher als der Hase und ist für Mitteleuropa besonders gut im Winter zu beobachten, wenn es gerade noch über dem Südhorizont liegt. Da es aber nur sehr schwache Sterne besitzt, hat es keine große Bedeutung. Der hellste Stern ist der "Alpha"-Stern.

 

Camelopardalis

Lateinischer Name: Camelopardalis; Deutscher Name: Giraffe; Abkürzung: Cam


Das Sternbild Giraffe enthält nur sehr schwache Sterne und füllt den Bereich zwischen Cepheus, Cassiopeia, Perseus, Fuhrmann, Luchs, Drache und Kleiner Bär aus. Es wurde 1624 von Bartsch eingeführt. Auch dieses ist für die Mitteleuropäer ein zirkumpolar, d.h es steht immer über dem Horizont. Es beinhaltet keine besonderen Merkmale.

Cancer

Lateinischer Name: Cancer; Deutscher Name: Krebs; Abkürzung: Cnc

Dieses Tierkreissternbild ist am besten im Winter und Frühling zu beobachten. Der Krebs wurde damals von Zeus eingestezt, um die Nymphe im Bad zu halten. Besonders hell ist dieses Sternbild aber nicht. Der "Alpha"-Stern ist am wenigsten hell. Der Stern ganz oben im Bild ist ein Doppelstern, der vielleicht schon mit einem guten Fernglas zu trennen ist. Das Beeindruckenste im Bild ist aber der Sternhaufen M44. Die Entfernung beträgt 515 Lj.. Der 2600 Lj. entfernte Sternhaufen M67 ist aber auch nicht ganz uninteressant.

Canes venatici

Lateinischer Name: Canes venatici; Deutscher Name: Jagdhunde; Abkürzung: CVn


Der Norden dieses Sternbildes ist zirkumpolar und geht damit nich für Mitteleuropa unter. Der Frühling eignet sich zur Beobachtung am besten. Der "Alpha"-Stern, auch Cor Caroli gennant, ehrte den englischen König Karls II. (1630-1685) durch den Astronomen Edmond Halley. Man sagt, dass dieser Stern besonders hell geleuchtet habe, als er 1660 nach London zurückkehrte. Der Stern ist 120 Lj. entfernt. Ein berühmter Nebel (M51) ist am nördlichen Rande des Jagdhundes, welcher zur Deichsel des Großen Wagens ragt. Oftmal nennt man M51 auch Whirpool-Nebel. Seine Entfernung beträgt 35 Mio. Lj..

Canis maior

Lateinischer Name: Canis maior; Deutscher Name: Großer Hund; Abkürzung: CMa


Der Große Hund ist ein Begleiter des Jägers Orion und ist ein Wintersternbild. Mitteleuropa bekommt ihn aber nicht weit über dem Horizont zu sehen. Der "Alpha"-Stern ist der hellste Stern am ganzen Himmel. Man bezeichnet ihn als Sirius, dessen Herkunft aber nicht klar ist. Sirius ist 8,7 Lj. entfernt und 23 mal heller als unsere Sonne. Der fast weiße Stern ist auf seiner Oberfläche rund 11000 Grad heiß. Er besitzt einen berühmten weißen Zwergstern an seiner Seite, der aber mal gerade so groß wie die Erde ist. Auch dieses Sternbild hat einen Sternhaufen (M41). Seine Entfernung beträgt ca. 2300 Lj..

Canis minor

Lateinischer Name: Canis minor; Deutscher Name: Kleiner Hund; Abkürzung: CMi


Das Wintersternbild Kleiner Hund liegt etwas nördlicher als der Große Hund. Dazwischen liegt das Sternbild Einhorn. Der Hauptstern ("Alpha") ist rund 11,3 Lj. von uns entfernt. Dieser Stern geht kur vor dem Sirius des Großen Hundes auf. Der Hauptstern wird auch Procyon gennant. Seine Oberfläche ist 7000 Grad heiß.

Capricornus

Lateinischer Name: Capricornus; Deutscher Name: Steinbock; Abkürzung: Cap


Dieses Sternbild geht ebenfalls einer griechischen Sage nach. Hier soll sich der Waldgott Pan in einen Steinbock verwandelt haben, um vor der Riesen Typhon zu fliehen. Es ist ein Bild, was man im Herbst abends gut erkennen kann. Der "Alpha"- Stern ist ein Doppelstern, der schon mit bloßem Auge zu erkennen ist. Dabei gehören die Sterne nicht zusammen, sie sind 117 bzw. 1600 Lj. von uns entfernt. M30 ist ein Kugelsternhaufen, der einen Abstand von 41000 Lj. hat. Er ist nur schwach zu erkennen, wenn man ein Fernrohr benutzt.

Carina

Lateinischer Name: Carina; Deutscher Name: Schiffskiel; Abkürzung: Car


An diesem Sternbild habe ich mir wirklich die Haare rausgerupft ! Mitteleuropa kann es vollständig sehen. Der Hauptstern ("Alpha"-Stern) heisst Canopus. Er kann vom südlichen Mittelmeerraum und Nordafrika über dem winterlichen Südhorizont gesehen werden. Canopus ist der zweithellste Stern am ganzen Himmel und ist 100-120 Lj. von uns entfernt. Dieses Sternbild ist voller Sternhaufen, die alle sehr interessant sind. NGC2808 ist ein Kugelsternhaufen, der bereits im Opernglas zu sehen ist. Aber auch ein Orionnebel befindet sich im Sternbild. Der Orionnebel liegt am nordwestlichen Stern, der "Schlüsselloch-Nebel" genannt wird. Er ist 3500 Lj. entfernt.

Cassiopeia

Lateinischer Name: Cassiopeia; Deutscher Name: Cassiopeia; Abkürzung: Cas


Cassiopeia war die Königin von Äthiopien. Gattin von Cepheus und Mutter von Andromeda. Dieses Sternbild ist ganzjährig sichtbar und in Mitteleuropa besonders gut. Der "Alpha"-Stern heisst Schedir und ist 120 Lj. entfernt. Besonders interessant in diesem Sternbild ist, dass 1572 ein "neuer Stern", eine Supernova aufleuchtete. Cassiopeia liegt in der Milchstraße und hat damit viele Sternhaufen, wie z.B. M103 und M52.

Centaurus

Lateinischer Name: Centaurus; Deutscher Name: Centaur; Abkürzung: Cen


In der griechischen Sage waren Centauren immer Wesen, die halb Pferd und halb Mensch waren. In Mitteleuropa kann man nur den nördlichen Teil sehen. Beste Beobachtungszeit ist der Frühling. Der Hauptstern ("Alpha"-Stern) wird entweder Toliman oder Rigil Kentaurus gennant und ist 4,3 Lj. von uns entfernt. Gleichzeitig ist er ein Dopperlstern. NGC5139 ist ein schöner Kugelsternhaufen im Himmel. Er ist sogar mit bloßem Auge zu erkennen, obwohl die Entfernung 17000 Lj. beträgt. Zudem gibt es mehrere Sternhaufen, wo der hellste NGC5662 (nicht eingezeichnet) ist. Die Galaxie NGC5128 ist eine seltsame elliptische Galaxie.

Cepheus

Lateinischer Name: Cepheus; Deutscher Name: Cepheus; Abkürzung: Cep


Das Sternbild ist zirkumpolar und geht einer alten griechischen Sage zurück. Der König von Äthiopien hieß Cepheus. Der Hauptstern ("Alpha"-Stern) ist 46 Lj. von uns entfernt und wird Alderamin gennant. Der Doppelstern bei Beta ist ein schöner Doppelstern für ein 5 cm Rohr. Der "my"-Stern wird wegen seiner roten Farbe auch als "Granatstern" bezeichnet.

Cetus

Lateinischer Name: Cetus; Deutscher Name: Walfisch; Abkürzung: Cet


Dieses Sternbild ist besonders gut im Herbst zu beobachten. Der Menkar ("Alpha"-Stern) ist 130 Lj. von uns entfernt. Der "Omikron"-Stern ist der erste veränderliche Stern, der von David Fabricius 1596 entdeckt wurde. Dieser Stern wird als Riesenstern bezeichnet.

Chamaeleon

Lateinischer Name: Chamaeleon; Deutscher Name: Chamäleon; Abkürzung: Cha


Dieses Sternbild hat keine besonderen Merkmale und liegt am Südhimmel.

Circinus

Lateinischer Name: Circinus; Deutscher Name: Zirkel; Abkürzung: Cir


Das Sternbild "Circinus" ist ein Nachbar vom Centaur ohne besondere Merkmale. Es wurde 1752 von Nicolas Louis de Lacaille eingeführt und es soll an ein Navigationsinstrument erinnen. Der Hauptstern ("Alpha"-Stern) ist ein Doppelstern, der mit einem 5 cm Rohr zu trennen ist.

Columba

Lateinischer Name: Columba; Deutscher Name: Taube; Abkürzung: Col


Das Sternbild ist für Mitteleuropäer im Winter gerade noch fast vollständig über dem Südhorizont zu sehen. Der "Alpha"-Stern ist 140 Lj. entfernt. NGC1851 (nicht eingezeichnet) ist ein schöner Kugelsternhaufen und ist 35000 Lj. von uns entfernt. Es kann mit einem 5 cm Rohr als Nebelfleck erkannt werden.

Coma Berenices

Lateinischer Name: Coma Berenices; Deutscher Name: Haar der Berenike; Abkürzung: Com


Angeblich soll die ägyptische Prinzessin Berenike ihr goldenes Haar den Göttern gegeben haben, damit ihr Gatte aus einer siegreichen Schlacht heil heimkehren könne. Es ist ein kleines Sternbild und liegt nördlich der Jungfrau. Es kann am besten im Frühling beobachtet werden. Im Kern dieses Sternbilds befindet sich ein offener Sternhaufen, der aus 40 Sternen besteht und 240 Lj. entfernt ist. "Coma Berenices" wurde bekannt durch den Coma-Galaxienhaufen, der rund 1000 Galaxien enthält und 400 Mio. Lj. von uns entfernt ist. M64 ist eine sehr nahe stehende Galaxie in 20 Mio. Lj. Entfernung. M53 ist ein kugelförmiger Sternhaufen, der schon mit einem 5 cm Rohr andeutungsweise zu erkennen ist.

Corona Australis

Lateinischer Name: Corona Australis; Deutscher Name: Südliche Krone; Abkürzung: CrA


Dieses Sternbild ligt im Südhorizont und kann für Mitteleuropäer nur noch teilweise gesehen werden. Erst am Mittelmeerraum ist es besser zu erkennen. Beste Beobachtungszeit ist der Sommer. Die nicht allzu helle Sterne bilden einen kleinen Halbkreis, wie bei der Nördlichen Krone. Einen richtig hellen Stern besitzt dieses Sternbild nicht.

Corona Borealis

Lateinischer Name: Corona Borealis; Deutscher Name: Nördliche Krone; Abkürzung: CrB


Es handelt sich hier um eine alte Sage, in der die Venus Ariadne diese Krone als Brautgeschenk machte. An Frühlingsabenden oder Sommerabenden ist es besonders gut zu beobachten. In der Mitte dieses Halbkreises steht der Hauptstern "Alpha", der Gemma genannt, gelblichweiss ist und 78 Lj. von uns entfernt ist.

Corvus

Lateinischer Name: Corvus; Deutscher Name: Rabe; Abkürzung: Crv


In einer griechischen Mythologie war der Rabe ein Helfer des Apollo. Er sollte immer Wasser bereit haben, wenn Apollo welches benötigte. Das Sternbild liegt etwas südlicher als das der Jungfrau und kann im Frühling über dem Horizont gesehen werden. Der hellste Stern ("Gamma"-Stern) ist 185 Lj. von uns entfernt. Der "Delta"-Stern wird Algorab genannt und ist ein Doppelstern. Sein Begleiter kann mit einem 5 cm Rohr schon gesehen werden.

Crater

Lateinischer Name: Crater; Deutscher Name: Becher; Abkürzung: Crt


Dieses Sternbild liegt nicht umsonst neben dem Raben, weil er mit diesem goldenen Becher Apollo Wasser gereicht hat. Daraus ergibt sich, dass dieses Sternbild auch ein Frühlingssternbild sein muss. Es enthält aber leider nur schwache Sterne. Der hellste Stern ist diesmal aber nicht der, der mit dem ersten Buchstaben aus dem griechischen Alphabet anfängt, sondern der "Delta"-Stern. Er wird auch Alkres genannt.

Crux

Lateinischer Name: Crux; Deutscher Name: Kreuz; Abkürzung: Cru


Das Sternbild ist eines der bekanntesten im Südhimmel, obwohl es klein ist. Dafür enthält es aber vier sehr helle Sterne. Anhand dieses Sternbildes kann man die Lage des südlichen Himmelspols ausfindig machen. Das Sternbild ist von 20 bis 25 Grad nördlicher Breite zu beobachten. Der Hauptstern ("Alpha"-Stern) liegt in 370 Lj. Entfernung und wird auch Acrux genannt. Er ist ein Doppelstern. Auch der "Gamma"-Stern ist ein Doppelstern. Im Kreuz gibt es mehrere offene Sternhaufen. Das Kreuz liegt in der Milchstraße. Ein Sternhaufen ist NGC4755, auch Jewel Box genannt, und liegt von uns 7600 Lj. entfernt. Dieser Sternhaufen ist schon mit bloßen Auge zu erkennen. Es gibt aber auch im Sternhaufen einen roten Riesenstern. Zudem ist es ein sehr junger Sternhaufen, der vielleicht nur einige Mio. Jahre alt ist. Im Kreuz liegt auch der auffälligste Dunkelnebel, der in der Milchstraße als dunkler Fleck auftaucht und auch schon für das bloße Auge zu erkennen ist. Er ist 500 bis 600 Lj. von uns entfernt und sein Durchmesser beträgt etwa 60 bis 70 Lj. Man vermutet, dass er der nächste Dunkelnebel überhaupt ist.

Cygnus

Lateinischer Name: Cygnus; Deutscher Name: Schwan; Abkürzung: Cyg


In einer griechischen Sage war dieses Sommersternbild ein Freund von Phaeton, der Sohn des Sonnengottes. Er wurde in einen Schwan verwandelt, weil er Phaeton nach dessen Unglück mit dem Sonnenwagen verlor. Die helleren Sterne kann man auch als ein Kreuz zusammenfassen, deswegen wird es auch oft als "Kreuz des Nordens" bezeichnet. Der Hauptstern ("Alpha"-Stern) wird auch Deneb gennant und liegt 1800 Lj. von uns entfernt. Er ist auch 75000 mal heller als unsere Sonne und er ist an der Oberfläche etwa 11000 Grad heiß. Der Albireo-Stern (Beta) ist ein schöner Doppelstern. Neben einem goldgelben Hauptstern steht ein saphirfarbener Begleiter. Man vermutet, dass sie 600 - 700 Mrd. km voneinander entfernt sind. Dieses Sterbnbild enthält aber auch Sternhaufen, wie z.B. M39, der 820 Lj. von uns entfernt ist. NGC7000 ist ein Nebel, der auch als "Nordamerika-Nebel" genannt wird. Beim "Gamma"-Stern liegt ein Doppelstern und erscheint orange bläulich.

Delphinus

Lateinischer Name: Delphinus; Deutscher Name: Delphin; Abkürzung: Del


Der Delphin soll Aaron, Bruder des Moses, vor dem Ertrinken gerettet haben. Dieses Sternbild ist im Spätsommer und Herbst zu beobachten. Es ähnelt aber auch einem Drachen, den man im Herbst steigen lässt. Der Doppelstern bei Gamma ist schon mit einem 5 cm Rohr zu erkennen. Sie erscheinen orange bläulich.

Dorado

Lateinischer Name: Dorado; Deutscher Name: Schwertfisch; Abkürzung: Dor


Dieses Sternbild ist von Mitteleuropa nicht sichtbar und wurde erst im 17. Jh. von Bayer eingeführt. Der "Alpha"-Stern ist der hellste und 200 Lj. von uns entfernt. Etwas besonders besitzt dieses Sternbild aber schon, die "Megellansche Wolke". Es liegt im Südteil des Sternbilds und liegt in einer Entfernung von 170000 Lj.. Sie gilt auch als Balkenspiralnebel und ist schon mit bloßem Auge erkennbar. Darin liegt der gasförmige "Tarantelnebel" (NGC2070). Nicht weit davon entfernt leuchtete am 23.2.1987 die hellste Supernova seit rund 400 Jahren auf.

Draco

Lateinischer Name: Draco; Deutscher Name: Drache; Abkürzung: Dra


Hercules war der einzige in einer griechischen Sage, der diesen Drachen besiegen konnte. Dieses Sternbild ist zirkumpolar und steht im Norden. Der "Alpha"-Stern ist nicht der hellste, wie sonst fast immer. Hier ist es der Gammastern, der 112 Lj. von uns entfernt ist.

Equuleus

Lateinischer Name: Equuleus; Deutscher Name: Füllen; Abkürzung: Equ


Dieses kleine Pferd wurde Castor von dem Götterbote zum Geschenk gemacht. Dieses Sternbild kann am besten im Spätsommer und Herbst beobachtet werden. Das Füllen enthält einen Doppelstern, der bereits ohne Fernrohr gesehen werden kann. Den Begleiter bei Gamma kann aber wegen seiner Lichtschwäche nur in sehr dunklen Nächten gesehen werden.

Eridanus

Lateinischer Name: Eridanus; Deutscher Name: Eridanus; Abkürzung: Eri


Dies ist in einer griechischen Mythologie ein Fluss in der Unterwelt. Es kann am besten im Spätherbst und Winter beobachtet werden. Der südlichste Zipfel ist für Mitteleuropa aber schon nicht mehr zu sehen. Dort liegt der Hauptstern ("Alpha"-Stern), der auch Achernar genannt wird. Um ihn sehen zu könne, müsste man nach Nordafrika reisen. Achernar ist etwa 85 Lj. von uns entfernt. Seine Oberfläche ist 15000 Grad heiß und ist weiß.

Fornax

Lateinischer Name: Fornax; Deutscher Name: (Chemischer) Ofen; Abkürzung: For


Dieses Sternbild wurde vom französischen Astronomen Lacaille in die Sternenkunde eingeführt, der 1750-1753 am Kap der Guten Hoffnung den südlichen Sternenhimmel beobachtete und insgesamt 14 neue Sternbilder entdeckte oder "schuf". Es ist an Herbstabenden am Südhorizont noch gut zu sehen. Es enthält aber keine besonderen Merkmale.

Gemini

Lateinischer Name: Gemini; Deutscher Name: Zwillinge; Abkürzung: Gem


Die Römer sahen in den Hauptsternen Romulus und Remus, bei den Griechen waren es Pollux, der in den Olymp auffahren durfte, und Castor, der in der Unterwelt arbeiten musste. Beide waren Zwillingsbrüder und Pollux besuchte seinen Bruder manchmal, so dass beide schließlich unter die Sterne aufgenommen wurden. Was ungewöhnlich an diesem Sternbild ist, ist, dass es zu den Tierkreissternbildern gehört. Es ist Wintersternbild. Am hellsten ist Pollux ("Beta"-Stern) und er ist 35 Lj. von uns entfernt. Seine Oberflächentemperatur beträgt 42000 Grad. Die Trennung der beiden Sternen kann man schon mit einem 5 cm Rohr sehen. Zudem gibt es einen Doppelstern bei "my". Das Sternbild enthält auch einen Sternhaufen (M35). Er kann schon mit einem Opernglas entdeckt werden. NGC2392 ist ein schöner Nebel, der mit einfachen Teleskopen noch zu sehen ist. Er wird auch als "Eskimo-Nebel" oder "Clowns-Gesicht" bezeichnet.

Grus

Lateinischer Name: Grus; Deutscher Name: Kranich; Abkürzung: Gru


Dieses Sternbild ist für Mitteleuropäer an Spätsommer- und Herbstabenden nicht gerade interessant, weil man nur einen unwichtigen Teil vom ihm an Südhorizont sieht. Es wurde erst im 17.Jh. entdeckt. Der Alpha-Stern, auch Alnair genannt, ist immerhin der hellste und ist 65 Lj. von uns entfernt.

Hercules

Lateinischer Name: Hercules; Deutscher Name: Herkules; Abkürzung: Her


Wer kennt ihn nicht, Herkules, Sohn des Zeus und der Alkmene, der sich durch Kraft und Mut auszeichnete. Er besiegte u.a. den Nemeischen Löwen und die Hydra. Dieses Sternbild ist so groß, dass es schon wieder unübersichtlich ist. Es erstreckt sich vom Himmelsäquator bis in den Norden. Im Sommer kann man es am besten beobachten. Der Alpha-Stern, auch Ras Algethi genannt, ist ein roter Riesenstern und liegt 430 Lj. von uns entfernt. Seine Oberflächentemperatur beträgt 2700 Grad. M13 ist ein schöner Kugelsternhaufen am Nordhimmel. Er ist 23000 Lj. von uns entfernt. Auch M92 ist ein Kugelsternhaufen, der 25000 Lj. entfernt ist.

Horologium

Lateinischer Name: Horologium; Deutscher Name: Pendeluhr; Abkürzung: Hor

Dieses Sternbild wurde erst im 18. Jh. eingeführt und liegt im Südhimmel, das von Mitteleuropa nicht mehr zu besichtigen ist. Der "Alpha"-Stern ist 190 Lj. von uns entfernt und ist aber von Südeuropa an späten Herbstabenden schon zu sehen.

Hydra

Lateinischer Name: Hydra; Deutscher Name: Wasserschlange; Abkürzung: Hya

In der griechischen Mythologie wurde diese Lernäische Wasserschlange von Herkules besiegt. Dieses Sternbild ist das längste Bild des ganzen Himmels. Es ist am besten im Spätwinter und Frühling zu beobachten. Der "Alpha"-Stern ist orangerot und liegt 95 Lj. von uns entfernt. M48 ist ein offener Sternhaufen, und er kann schon im Opernglas zu erkennen. Der Sternhaufen ist 2000 Lj. von uns entfernt. M83 ist ein Spiralnebel, welcher für Mitteleuropa nur knapp über dem Südhorizont zu erkennen ist.

Hydrus

Lateinischer Name: Hydrus; Deutscher Name: Kl. Wasserschlange; Abkürzung: Hyi

Dieses weit vom Südpol des Himmels entfernte Sternbild wurde erst im 17. Jh. eingeführt. Das Ende "-us" deutet darauf hin, dass es ein männliches Geschlecht ist. Man nennt es aber auch "Kleine Wasserschlange". Der "Alpha"-Stern ist 36 Lj. von uns entfernt.

Indus

Lateinischer Name: Indus; Deutscher Name: Indianer; Abkürzung: Ind

Leider wird dieses Sternbild oft mit "Inder" überstezt. Man wollte aber eigentlich im Zeitalter der Entdeckung die neuentdeckten Indianer in Amerika am Himmel verewigen. Die Inder waren dem Abendland schon länger bekannt. Bayer führte im Jahre 1603 dieses Sternbild ein. Der Hauptstern ("Alpha"-Stern) ist 100 Lj. von uns entfernt.

Lacerta

Lateinischer Name: Lacerta; Deutscher Name: Eidechse; Abkürzung: Lac

Erst 1690 wurde dieses in der antiken Sternbilderkunde noch nicht bekannte Sternbild von Hevelius eingeführt. Es kann fast das gesamte Jahr besichtigt werden, weil es zirkumpolar ist. An schönen Herbstabenden lässt es sich besonders gut beobachten. Es liegt zwischen den den Sternbildern Pegasus, Schwan, Cepheus und Andromeda. Zudem enthält es relativ wenige und schwache Sterne. Der Sternhaufen NGC7243 ist das einzig nennenswehrte. Er enthält rund 40 Sterne und liegt 2800 Lj. von uns entfernt.

Leo

Lateinischer Name: Leo; Deutscher Name: Löwe; Abkürzung: Leo

Nur Hercules konnte diesen Löwen besiegen, der in der griechischen Sagenwelt in den Dörfern und Städten wütete. Dieses Tierkreissternbild ist am besten im Frühling zu sehen. Sein Hauptstern ("Alpha"-Stern) heißt auch Regulus (lat. "Kleiner König"). Regulus ist 73 Lj. von uns entfernt und seine Oberflächentemperatur beträgt 13000 Grad Celsius. Am anderen Ende des Sternbilds liegt der "Beta"-Stern, auch Denebola (ar. "Schwanz des Löwen") genannt. Die Vorderpranken liegen bei Regulus, die Hinterpranken bei "Theta", "Iota" und "Sigma". Es gibt aber auch viele Galaxien im Mittelfeld des Löwen, besonders viele zwischen Regulus und Denebola. Die meisten sind nicht schwach, aber für kleinere Instrumente schwer auffindbar. M65 und M66, sowie M96 sind zwei davon, die schon mit einem Fernrohr, mit einer 7 bis 10 cm große Öffnung, zu sehen sind.

Leo Minor

Lateinischer Name: Leo Minor; Deutscher Name: Kleiner Löwe; Abkürzung: LMi

Dieses sehr kleine Sternbild wurde erst im 17. Jh. eingeführt. Da es oberhalb des (Großen) Löwen liegt, kann es auch im Frühling gesehen werden. Es enthält nur sehr schwache Sterne und Galaxien.

Lepus

Lateinischer Name: Lepus; Deutscher Name: Hase; Abkürzung: Lep

Dieser Hase soll der griechischen Sage nach vom Götterbote Hermes in den Himmel verbannt worden sein. Dieses Sternbild ist ein Wintersternbild. Der Hauptstern, auch Elarneb bzw. Arneb genannt liegt 900 Lj. von uns entfernt. M79 ist ein Kugelsternhaufen, der nur mit einem etwas größeren Fernrohr zu sehen ist. Seine Entfernung zur Erde beträgt 43000 Lj.

Libra

Lateinischer Name: Libra; Deutscher Name: Waage; Abkürzung: Lib

Dieses Tierkreissternbild ist ein Symbol der Gerechtigkeit, dass am besten im Frühjahr und Frühsommer zu sehen ist. Der hellste Stern ("Alpha"-Stern) bekam auch die Bezeichnung "Zuben Elgenubi" (ar. "Südliche Schere"). Der hellste Stern ist ein Doppelstern, der 72 Lj. von uns entfernt ist. Beide Sterne sind weißgelb.

Lupus

Lateinischer Name: Lupus; Deutscher Name: Wolf; Abkürzung: Lup

Dieses Sternbild lässt sich gerade noch im Spätfrühling und Frühsommer abends am Südhorizont blicken. Am südlichen Mittelmeerraum kann man die hellsten Sterne des Wolfs sehen. Der Arkadier-König Lykaon wurde der Sage nach in einen Wolf verwandelt und in den Himmel geschickt. Der Hauptstern ("Alpha"-Stern) ist 430 Lj. von uns entfernt. Der Wolf liegt direkt in der Milchstraße, so dass er natürlich auch offene Sternhaufen besitzt. Einer der schönsten ist NGC5882, der schon mit einem Feldstecher zu sehen ist. Zudem ist er 1800 Lj. von uns entfernt. Der 33000 Lj. von uns entfernte Kugelsternhaufen NGC 5986 (nicht eingezeichnet) liegt etwas nördlicher als "Gamma" und ist schon mit einer 5 cm Fernrohröffnung zu erkennen.

Lynx

Lateinischer Name: Lynx; Deutscher Name: Luchs; Abkürzung: Lyn

Dieses Sternbild ist zirkumpolar und wurde erst im 17.Jh. von Hevelius eingeführt. Es enthält nur schwache Sterne. Es ist am besten im Winter und Vorfrühling zu beobachten. Der tiefrote Hauptstern ("Alpha"-Stern) ist 170 Lj. von uns entfernt. Es enthält insgesamt keine interessanten Objekte.

Lyra

Lateinischer Name: Lyra; Deutscher Name: Leier; Abkürzung: Lyr

Diese Leier soll der griechischen Sage nach von Hermes erfunden worden sein und kam später in den Besitz von Orpheus. Es ist twar relativ klein, enthält aber doch einige schöne Objekte. Der Hauptstern heißt "Wega", manchmal auch "Vega" geschrieben, und ist einer hellsten Sterne, der 26 Lj. von uns entfernt ist. Seine Oberflächentemperatur beträgt 11600 Grad Celsius. Links unterhalb von Wega sind 4 Sterne in der Form eines Parallelogramms angeordnet. Auf der Strecke Gamma-Beta liegt einer der bekanntesten, oder auch größten planetarische Nebel. Ein 7cm-Rohr wird aber schon benötigt, um ihn zu sehen. Dann erscheint der 2000 Lj. entfernte Nebel wie ein Rauchkringel.

Mensa

Lateinischer Name: Mensa; Deutscher Name: Tafelberg; Abkürzung: Men

1752 wurde dieses Sternbild von Lacaille in die Sternkunde eingeführt. Dieses mit nur sehr schwachen Sternen besetzte Sternbild ist für Mitteleuropäer nicht mehr sichtbar.

Microscopium

Lateinischer Name: Microscopium; Deutscher Name: Mikroskop; Abkürzung: Mic

Dieses Sternbild wurde ebenfalls von Lacaille 1752 eingeführt. Auch kann es nicht von Mitteleuropa beobachtet werden. Der Hauptstern ("Alpha"-Stern) ist zwar der hellste, aber auch nur sehr schwer zu sehen.

Monoceros

Lateinischer Name: Monoceros; Deutscher Name: Einhorn; Abkürzung: Mon

Dieses Sternbild wurde im 17. Jh. eingeführt und dient als "Füller". Es füllt den Bereich in der Milchstraße zwischen Orion, Zwillinge, Kleiner Hund, Wasserschlange, Hinterdeck und Großer Hund. Dieses Sternbild kann man am besten im Winter beobachten. Es enthält aber nur schwache Sterne, aber einige schöne Objekte. "Beta" ist ein Dreifachstern. Der Hauptstern ("Alpha"-Stern) ist mit einem 5cm-Rohr zu erkennen. In diesem Sternbild befinden sich mehrere offene Sternhaufen, wie z.B. NGC2264. In diesem Sternahufen liegen 20 Sterne versammelt.

Musca

Lateinischer Name: Musca; Deutscher Name: Fliege; Abkürzung: Mus

Dieses kleine Sternbild wurde auch im 17. Jh. eingeführt und sollte ursprünglich aber als Biene bezeichnet werden. Doch dann tauchte in der Sternkarte von Lacaille dieses Sternbild als Fliege auf. Es kann von Mitteleuropa nicht mehr beobachtet werden. Der hellste Stern ist 365 Lj. von uns entfernt. Der Kugelsternhaufen NGC4372 ist zwar größer, aber lichtschwächer.

Norma

Lateinischer Name: Norma; Deutscher Name: Winkelmaß; Abkürzung: Nor

Dieses winzige Sternbild befindet sich südlich vom Skorpion und ist erst ab dem Mittelmeerraum zu beobachten. Beste Beobachtungszeit ist Spätfrühling und Frühsommer. Weil das Sternbild in der Milchstraße liegt, findet man einige offene Sternhaufen.

Octans

Lateinischer Name: Octans; Deutscher Name: Oktant; Abkürzung: Oct

Auch dieses Sternbild wurde von Lacaille im 18. Jh. eingeführt. Das gesamte Sternbild enthält leider nur sehr schwache Sterne. Der Sigma-Stern ist immer noch der hellste und liegt fast direkt am Südpol. Der Abstand nimmt immer mehr zu. Besonders schöne oder auffällige Objekte enthält das Sternbild nicht.

Ophiuchus

Lateinischer Name: Ophiuchus; Deutscher Name: Schlangenträger; Abkürzung: Oph

Dieses umfangreiche Sternbild steht am Sommerhimmel. Er hält die Schlange in seinen Armen. Der Hauptstern ("Alpha"-Stern), auch Ras Alhague genannt, ist geblichweiß und befindet sich im Norden des Sterrnbilds. Die Entfernung beträgt zur Erde 60 Lj. Zudem gibt es in diesem Sternbild auch mehrere Doppelsterne. Der Ophiuschus leigt in der Milchstraße und besitzt damit mehrere Sternhaufen. Es hat auch mehrere Kugelsternhaufen. M10 ist der hellste von den Kugelsternhaufen. Zwei weitere sin M12 und M19.

Orion

Lateinischer Name: Orion; Deutscher Name: Orion; Abkürzung: Ori

Dieses bemerkenswerte Sternbild gilt als das schönste des ganzen Himmels. Es liegt um den Himmelsäquator und kann von daher von der ganzen Erde aus vollständig beobachtet werden. Dieses Wintersternbild spielt in der griechischen Sage eine große Rolle. Dieses Sternbild ist in drei Teile eingeteilt. Die Schulterlinie wird gebildet durch die Sterne Beteigeuze ("Alpha"-Stern) und Bellatrix ("Gamma"-Stern). Unter der Schulterlinie liegen die Gürtelsterne und darunter die beiden Fußsterne mit Rigel ("Beta"-Stern) auf der rechten Seite. Der Arm hält auf der rechten Seite des Sternbilds einen Schild oder ein Tierfell vor sich. Der linke Arm hält eine Keule oder ein Schwert hoch. Beteigeuze ist ein roter Riesenstern, der einen 700-1000mal größeren Sonnendurchmesser besitzt. Er liegt in 310 Lj. Entfernung und seine Oberflächentemperatur beträgt 2900 Grad Celsius. Rigel ist 900 Lj. von uns entfernt und hat eine Oberflächentemperatur von 12000 Grad Celsius. Eines der bekanntesten Objekte im Orion ist der Orionnebel (M42). Gelegentlich soll er sogar mit bloßem Auge zu sehen sein. Der Orionnebel besitzt mehrere Sterne und Staub. Es ist ein Gebiet, indem Sterne entstehen. Die Entfernung beträgt 1800 Lj. M78 ist auch ein heller Nebel, der schon mit kleinen Fernrohren zu sehen ist. Der Orion enthält auch mehrere offene Sternhaufen.

Pavo

Lateinischer Name: Pavo; Deutscher Name: Pfau; Abkürzung: Pav

Dieses Sternbild wurde von Bayer im Jahre 1603 eingeführt. Es ist für Europa unsichtbar und hat mit dem Hauptstern ("Alpha"-Stern) einen in 230 Lj. Entfernung liegenden Stern. Die anderen Sterne sind deutlich lichtschwächer. Der Kugelsternhaufen NGC6752 ist einer der hellsten seiner Sorte. Er ist 14000 Lj. von uns entfernt und kann mit einem Fernrohr, welches eine Öffnung von 8-10cm hat, gesehen werden.

Pegasus

Lateinischer Name: Pegasus; Deutscher Name: Pegasus; Abkürzung: Peg

Dieses im Herbst zu beobachtene Sternbild kommt aus der griechischen Sage und zieht kopfüber am Himmel entlang. Die Beine ragen nach oben und bilden ein fast genaues Quadrat. Der obere linke Stern ist eigentlich bereits der Hauptstern der Andromeda. Der Stern Markab ("Alpha"-Stern) muss als Sattel gedeutet werden und ist 100 Lj. von uns entfernt. Der Kugelsternhaufen M15 ist schon in einem Fernglas sichtbar und kann deshalb schnell gefunden werden. Die Entfernung beträgt 31000 Lj.

Perseus

Lateinischer Name: Perseus; Deutscher Name: Perseus; Abkürzung: Per

In der griechischen Mythologie besigte Perseus Medusa. Die Andromeda, die dem Wal zum Fraß vorgeworfen werden sollte, wurde mit Hilfe des Kopfes von Medusa befreit. Dieses zirkumpolarsternbild ist am besten an Herbstabenden zu beobachten. Der gelbliche Hauptstern ("Alpha"-Stern) wird auch Algenib genannt und ist 620 Lj. von uns entfernt. Sehr berühmt ist auch der Beta-Stern, auch Algol genannt, der in einer Entfernung von 96 Lj. liegt. Der Eta-Stern ist ein schöner Doppelstern. Die beiden Sterne sind orange und bläulich. Ein ebenfalls schönes Objekt ist der Doppelsternhaufen NGC869 und 884 (nicht eingezeichnet; NO). Schon mit bloßem Auge kann man diesen Doppelsternhaufen erkennen. Er erscheint aber nur als Nebelfleck und besitzt jeweils 300 bis 350 Sterne. Auch M34 ist ein offener Sternhaufen und liegt in einer Entfernung von 1400 Lj.

Phoenix

Lateinischer Name: Phoenix; Deutscher Name: Phoenix; Abkürzung: Phe

Dieses Sternbild ist für Mitteleuropäer unsichtbar. Erst ab dem Mittelmeerraum kann man es an Herbstabenden beobachten. 1603 führte Bayer dieses Sternbild ein. Der am Nordrand gelegene Hauptstern ("Alpha"-Stern) ist 76 Lj. von uns entfernt.

Pictor

Lateinischer Name: Pictor; Deutscher Name: Maler; Abkürzung: Pic

Eigentlich wurde dieses Sternbild von Lacaille im 18. Jh. als "Malerstaffelei" eingeführt. Auch dieses Sternbild kann erst ab dem Mittelmeerraum beobachtet werden. In der Nähe von dem "Beta"-Stern fanden Astronomen eine Staubscheibe ähnlich eines Planetensystems.

Pisces

Lateinischer Name: Pisces; Deutscher Name: Fische; Abkürzung: Psc

Dieses Tierkreissternbild soll Venus und Amor darstellen und ist am besten im Herbst zu beobachten. Der griechischen Sage nach sollen sie sich in diese Fische verwandelt haben. Der "Alpha"-Stern wird auch Alrescha genannt und ist 130 Lj. von uns entfernt.

Piscis Austrinus

Lateinischer Name: Piscis Austrinus; Deutscher Name: Südlicher Fisch; Abkürzung: PsA

Dieses Sternbild ist für Mitteleuropa gerade noch sichtbar und ist im Herbst zu beobachten. Der gelblichweiße Hauptstern ("Alpha"-Stern), auch Fomalhaut genannt, ist 23 Lj. von uns entfernt.

Puppis

Lateinischer Name: Puppis; Deutscher Name: Hinterdeck; Abkürzung: Pup

Dieses Sternbild ist eigentlich ein Teil des Schiffes Argo. Mitteleuropäer können den größten Teil des Sternbilds im Winter noch am Südhorizont erkennen. Der bläulichweiße "Zeta"-Stern ist der hellste Stern und ist 2400 Lj. von uns entfernt. Da dieses Sternbild in der Milchstraße liegt, enthält es auch einige Sternhaufen. M47 ist einer von ihnen, der schon mit bloßem Auge zu sehen ist und er liegt in einer Entfernung von 1500 Lj. Ein weiterer Sternhaufen ist M93.

Pyxis

Lateinischer Name: Pyxis; Deutscher Name: Kompaß; Abkürzung: Pyx

Dieses im Spätwinter zu sehene Sternbild wurde 1752 von Lacaille in die Sternkunde eingeführt. Der hellste Stern ist der "Alpha"-Stern, der 1300 Lj. von uns entfernt ist. NGC2818 ist ein schöner Sternhaufen.

Reticulum

Lateinischer Name: Reticulum; Deutscher Name: Netz; Abkürzung: Ret

Dieses kleine Sternbild kann von Mitteleuropa nicht mehr beobachtet werden. Es wurde im 17. Jh. eingeführt. Früher wurde es auch als Rhombus oder rhombisches Netz bezeichnet. Der 365 Lj. entfernte "Alpha"-Stern ist der hellste.

Sagitta

Lateinischer Name: Sagitta; Deutscher Name: Pfeil; Abkürzung: Sge

In der griechischen Sage soll Hercules mit diesem Pfeil den Adler getötet haben, der Prometheus heimsuchte. Es ist am besten im Sommer zu beobachten. M71 ist ein Sternhaufen, der mit einem 5cm-Rohr als Nebelfleck erkannt werden kann. Wahrscheinlich ist er 13000 Lj. von uns entfernt.

Sagittarius

Lateinischer Name: Sagittarius; Deutscher Name: Schütze; Abkürzung: Sgr

Dieses Tierkreissternbild kann von Mitteleuropa nicht mehr gesehen werden. Der weiße "Epsilon"-Stern ist der hellste im Schützenbild und ist 125 Lj. von uns entfernt. Im westlichen Teil des Sternbilds erscheint die Milchstraße sehr hell. Der Schütz hat viele berühmte Nebel. Der Lagunen-Nebel oder M8 ist der hellste. In ihm liegt der Sternhaufen NGC6530 mit 25 Sternen. Der Omega-Nebel M17 ist nicht viel lichtschwächer. Wegen seiner dreifachen Gestalt wurde M20 auch Trifid-Nebel genannt. Alle drei genannten Nebel liegen in einer Entfernung von 5000 - 6000 Lj. M23 ist ein Sternhaufen, der 120 Sterne besitzt und 2150 Lj. von uns entfernt ist. Dieser Haufen hat eine so große Fläche wie der Vollmond. M22 ist ein schöner Kugelsternhaufen, der schon mit bloßem Auge zu sehen ist. Er ist 9800 Lj. von uns entfernt. Auch M55 kann mit kleinen Fernrohren als Nebelfleck gesehen werden.

Scorpius

Lateinischer Name: Scorpius; Deutscher Name: Skorpion; Abkürzung: Sco

Dieser Skorpion soll den Jäger Orion zu Tode gestochen haben. Da der Skorpion ein Tier ist, ist dieses Sternbild natürlich auch ein Tierkreissternbild. Es ist für Mitteleuropa am besten im Sommer zu beobachten. Der Hauptstern ("Alpha"-Stern) heißt auch Antares. Dieser Stern ist ein roter Riesenstern, dessen Oberflächentemperatur 28000 Grad Celsius beträgt. Sein Durchmesser ist 700mal größer als der der Sonne und er ist 520 Lj. von uns entfernt. "Beta" und "My" sind Doppelsterne. Der Kugelsternhaufen M4 liegt in einer Entfernung von 6000 Lj. und er ist einer der nächsten und auch einer dr größten. Der 36000 Lj. entfernte Kugelsternhaufen M80 ist etwas lichtschwächer. Im Osten des Sternbilds liegt die Milchstraße, die sich durch ihre vielen Sternhaufen bemerkbar macht. Herausragend sind M6 und M7. Die Entfernung beträgt 2000 bzw. 800 Lj.

Sculptor

Lateinischer Name: Sculptor; Deutscher Name: Bildhauer; Abkürzung: Scl

Dieses Sternbild wurde 1752 von Lacaille eingeführt und ist am besten im Herbst zu beobachten. NGC288 ist ein Kugelsternhaufen und kann schon mit einem Fernglas beobachtet werden. Er ist 27000 Lj. von uns entfernt. Der Spiralnebel NGC253 kann auch schon mit kleinen Instrumenten beobachtet werden.

Scutum

Lateinischer Name: Scutum; Deutscher Name: Schild; Abkürzung: Sct

Dieses Sternbild wurde von Hevelius im 17. Jh. eingeführt. Es soll an die Befreiung Wiens von den Türken erinnern. Richtig übersetzt heißt es "Sobieskischer Schild" nach dem polnischen König Johann III. Sobieski, dem Befehlshaber der Truppen vor Wien. Dieses Sternbild ist am besten im Sommer zu beobachten. Eine Milchstraßenwolke liegt inmitten vom Schild. Der dichte offene Sternhaufen M11 kann schon mit kleinen Fernrohren gesehen werden. Er enthält 200 Sterne und ist 5700 Lj. von uns entfernt.

Serpens

Lateinischer Name: Serpens; Deutscher Name: Schlange; Abkürzung: Ser

Dieses Sternbild wird vom Ophiuchus in zwei Teile aufgespalten. Es ist am besten im Sommer zu beobachten. Der Hauptstern ("Alpha"-Stern), auch Unuk genannt, ist 70 Lj. von uns entfernt. "Beta", "Delta" und "Ny" sind Doppelsterne. Ganz im Westen liegt der Kugelsternhaufen M5. Er ist mit einem Opernglas gerade noch zu erkennen. Zudem ist er 27000 Lj. von uns entfernt. Der offene Sternhaufen M16 mit dem sog. "Adler-Nebel" ist 8000 Lj. von uns entfernt.

Sextans

Lateinischer Name: Sextans; Deutscher Name: Sextant; Abkürzung: Sex

Dieses kleine Sternbild wurde im 17. Jh. von Hevelius eingeführt. Es ist besonders gut im Frühling zu sehen. Leider enthält es aber nur sehr schwache Sterne.

Taurus

Lateinischer Name: Taurus; Deutscher Name: Stier; Abkürzung: Tau

Um die Prinzessin von Europa zu rauben, musste sich Zeus der griechischen Sage nach in einen weißen Stier verwandeln. Dieses im Winter gut zu beobachtende Tierkreissternbild hat eine Hauptstern ("Alpha"-Stern), der auch Aldebaran genannt wird. Wörtlich überstezt heißt er "Der Nachfolger", weil dieser Stern im Tagesgang den Plejaden nachfolgt. Aldebaran ist 68 Lj. von uns entfernt und gehört zu den roten Riesensternen. Seine Oberflächentemperatur beträgt aber nur 3200 Grad Celsius und sein Durchmesser ist 36mal größer als der unserer Sonne. Rechts an den Aldebaran schließen sich die Hyaden an, die schon mit bloßem Auge zu erkennen sind. Sie sind 150 Lj. von uns entfernt. Die Sterne im Sternhaufen Plejaden sind 410 Lj. von uns entfernt. Hier befinden sich 130 Sterne, aber man kann maximal bei sehr klarem Himmel 9 Sterne erkennen. Im Jahre 1054 fand eine Supernova statt, von der noch heute Überreste vorhanden (M1).

Telescopium

Lateinischer Name: Telescopium; Deutscher Name: Teleskop; Abkürzung: Tel

Dieses sehr kleine Sternbild wurde 1752 von Lacaille eingeführt. Es ist für Mitteleuropäer unsichtbar. Der Hauptstern ("Alpha"-Stern) ist der hellste und liegt in einer Entfernung von 600 Lj.

Triangulum

Lateinischer Name: Triangulum; Deutscher Name: Dreieck; Abkürzung: Tri

Dieses Sternbild soll das Nildelta versinnbildlichen. Es kann am besten im Herbst und Frühling beobachtet werden. M33 (nicht eingezeichnet; O) ist einer der entferntesten Spiralnebel. Seine Entfernung beträgt 2,3 Millionen Lj. Er kann aber wegen seiner Flächenhelligkeit nur in sehr lichtstarken Fernrohren gesehen werden.

Triangulum Australe

Lateinischer Name: Triangulum Australe; Deutscher Name: Südliches Dreieck; Abkürzung: TrA

1603 wurde dieses Sternbild von Bayer eingeführt. Es ist von Mitteleuropa aus unsichtbar. Der Hauptstern ("Alpha"-Stern) ist 55 Lj. von uns entfernt. Der offene Sternhaufen NGC6025 kann schon mit einem Feldstecher gesehen werden.

Tucana

Lateinischer Name: Tucana; Deutscher Name: Tukan; Abkürzung: Tuc

Auch dieses Sternbild wurde 1603 von Bayer eingeführt und ist unsichtbar für Mitteleuropa. Der "Alpha"-Stern ist 62 Lj. von uns entfernt. "Beta" ist ein Doppelstern. Die Kleine Magellansche liegt inmitten vom Tukan. Die Wolke liegt in einer Entfernung von 170000 Lj. Sie ist aber mit bloßem Auge zu erkennen. Der Kugelsternhaufen NGC104, ganz in der Nähe der Wolke, ist 16000 Lj. von uns entfernt.

Ursa Maior

Lateinischer Name: Ursa Maior; Deutscher Name: Großer Bär; Abkürzung: UMa

Die Kallisto wurde durch Zeus in eine Bärin verwandelt, damit er sie vor seiner Gattin Hera verstecken konnte. Dieses sehr flächengroße Sternbild ist für Mitteleuropa zirkumpolar. Die 7 hellen Sterne im Ostteil bilden den Großen Wagen oder Himmelswagen. Der rote Riesenstern ("Alpha"-Stern), auch Dubhe genannt, ist 75 Lj. von uns entfernt. Alle Sterne gehören räumlich zusammen. Im Großen Bären liegen mehrere Galaxien, die für kleinere Instrumente aber nicht mehr sichtbar sind. Sehr leicht ist der Nebel M81 zu finden, der 7 Millionen Lj. von uns entfernt ist. M82 ist schon schwieriger zu finden.

Ursa Minor

Lateinischer Name: Ursa Minor; Deutscher Name: Kleiner Bär; Abkürzung: UMi

Auch dieses Sternbild ist eigentlich eine Bärin. Der Hauptstern ("Alpha"-Stern), auch Alrukaba genannt, ist der Polarstern. Es steht sehr nahe am Himmelspol. Der Polarstern ist 360 Lj. von uns entfernt. Um ihn zu sehen, benötigt man ein 5cm-Rohr.

Vela

Lateinischer Name: Vela; Deutscher Name: Segel; Abkürzung: Vel

Dieser Teil des Schiffes Argo ist nicht mehr für Mitteleuropa sichtbar. Tief im Süden kann es aber am südlichen Mittelmeerraum im Spätwinter und Frühling gesehen werden.Am hellsten ist der blauweiße "Gamma"-Stern, der 650 Lj. von uns entfernt ist. IC2395 ist ein offener Sternhaufen mit 16 Sternen.

Virgo

Lateinischer Name: Virgo; Deutscher Name: Jungfrau; Abkürzung: Vir

Dieses Tierkreissternbild kann man am besten im Frühling beobachten. Diese Jungfrau soll die Tochter der Morgenröte sein. Der Hauptstern ("Alpha"-Stern) ist weiß, seine Entfernung beträgt 275 Lj. und seine Oberflächentemperatur beträgt 20000 Grad Celsius. Die Umlaufzeit von "Gamma" beträgt 172 Jahre. Die Jungfrau besitzt auch einen Galaxienhaufen in einer Entfernung von 70 Millionen Lj. Für kleinere Fernrohre sind die meisten Objekte zu schwach. Am hellsten sind M104, M49 und M87.

Volans

Lateinischer Name: Volans; Deutscher Name: Fliegender Fisch; Abkürzung: Vol

Dieses Sternbild wurde 1603 von Bayer eingeführt. Der hellste Stern ist "Beta". Weitere besondere Objekte besitzt dieses Sternbild nicht.

Vulpecula

Lateinischer Name: Vulpecula; Deutscher Name: Füchschen; Abkürzung: Vul

Dieses Sternbild liegt südlich vom Schwan. Es wurde erst im 17. Jh. eingeführt. Der hellste Stern ist "Alpha". NGC6940 ist ein offener Sternhaufen, der ca. 100 Sterne enthält. M27 ist ein planetarischer Nebel, der auch "Hantel-Nebel" heißt. Er ist 900 Lj. von uns entfernt.