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Auf den Spuren der Himmelsereignisse 2004 Das Jahr 2004 ist leider nur von zwei wirklich besonderen Himmelsereignissen geprägt, die im Folgenden sehr deutlich aber einfach erklärt werden. Der Venusdurchgang am 08.06.04 Der Venusdurchgang Am 08.06.04 war wohl das spektakulärste Himmelsereignis des Jahres 2004. Jeder Hobby-Astronom, jeder Amatuer- oder Profi-Astronom blickte gegen 7:20 Uhr MEZ in den freien Himmel, um dieses Ereignis nicht zu verpassen. Jedoch ist der diesjährige Venusdurchgang nicht so interessant für die Astronomen wie der letzte vor 112 Jahren. Noch vor 2 Jahrhunderten nutze man Venus- und Merkurdurchgänge, um eine präzise Bestimmung der Astronomischen Einheit mit Radioteleskopen durchzuführen. Dafür waren sehr aufwendige Expeditionen auf vielen verschiedenen Erdteilen nötig. Dieses Himmelsschauspiel war allerdings nur von Mitteleuropa aus sichtbar, also optimal für Deutsche, sofern der Himmel im jeweiligen Gebiet frei war und der Chef für einen Tag Urlaub gewährt hat. Der letzte Venusdurchgang war am 06. Dezember 1882, so dass ein heute lebender Mensch dieses Schauspiel noch nicht hätte beobachten können. Venusdurchgänge kommen immer paarweise vor, im Abstand von acht Jahren und dann erst wieder in 110 - 120 Jahren. Mit bloßem Auge ist nicht viel zu sehen gewesen. Mit einem kleinen Teleskop oder Fernglas konnte man die Venus allerdings schon als kleinen Kreis vor der Sonne erkennen. Wie bei Mond- und Sonnenfinsternissen gibt es vier Zeitpunkte, die wie folgt beschrieben sind:
(Hinweis: Diese Zeiten sind für den Ort Berlin, für alle anderen Städte muss man mit ca. +/- 2 Minuten rechnen) Besonders interessant waren der 2. und 3. Kontakt. Dort
konnte man sehr schön den "Tropfeneffekt" beobachten. Die Totale Mondfinsternis am 04.05.04 Die Mondfinsternis Am 04. Mai 2004 um 19:51 Uhr trat unser Mond in den Halbschatten der Erde. Es begann die erste totale Mondfinsternis diesen Jahres. Am 05. Mai um 01:10 Uhr MEZ verschwand der Mond wieder aus dem Halbschatten der Erde. Der mehr als 5-stündige Prozess ist bei wolkenfreiem Himmel eine Beobachtung wert, auch ohne Teleskop. Doch wie kommt eine solche Mondfinsternis zustande ? Bei den Mondfinsternissen unterscheidet man Anhand der Abbildung 1.1 kann man sehr schön den Verlauf einer totalen
Mondfinsternis erkennen. Die Erde steht also zwischen Sonne und Mond.
Dies kommt in Mitteleuropa ein bis zwei Mal pro Jahr vor. In der 1. Phase
dringt der Mond in den Halbschatten. Dies geschah in Flensburg um 19:51
Uhr. Die 2. Phase begann um 21:57 Uhr, nur mal gerade eine Stunde später,
als der Mond von Flensburg aus nicht mehr zu sehen war. Die 3. Phase endete
um 01:10 Uhr, als der Mond aus dem Halbschatten der Erde austrat. Auch ich habe am 04. Mai 2004 in den Himmel geblickt und mit voller Begeisterung die Mondfinsternis beobachtet. Nur hatten ich und einige andere des 11. Jahrgangs das Glück es einmal von einem anderen Land aus zu sehen. Nicht in allen europäischen Ländern, wie z.B. Griechenland, findet eine totale Mondfinsternis statt. Wer aber bei der nächsten Mondfinsternis in Griechenland sein sollte, muss unbedingt am Strand beim Lagerfeuer einen Blick zum Himmel werfen.
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