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Beobachtungsberichte


Beobachtungsbericht vom 08.06.04:

Teleskop: Meade 8", Vixen 114/900
Okulare: 9 und 40 mm

Dieser Tag war kein gewöhnlicher Beobachtungstag. Nein, er war in vielen Dingen seltsam und einmalig. Nicht nur, dass er nicht wie gewöhnlich nachts stattfand, sondern mitten am Tag und dass nur ein einziges Objekt aufgesucht wurde. Die Venus schob sich vor die Sonne, was das letzte Mal am 06. Dezember 1882 vorkam. Also konnte dieses Ereignis noch kein heute lebender Mensch beobachten. Für einige war es nur ein schwarzer Punkt vor der Sonne, für andere war es ein einmaliges Himmelsschauspiel. Nun aber zu meinem Bericht:
Nach reichlichen Vorbereitungen konnte es losgehen. Als um 7:21:10 Uhr der erste Sichkontakt auftrat, war die Beigesterung durchaus vorhanden. Beobachtet wurde zu diesem Zeitpunkt mit einem 40mm Okular. Die errechnete Uhrzeit stimmt also sehr gut überein. Um 7:39:25 Uhr befand sich die Venus komplett vor der Sonne und der Tropfeneffekt trat ein, den man sehr gur sehen konnte. Von diesem Zeitpunkt an bewegte sich die Venus langsam Richtung "5 Uhr". Um 7:50 Uhr waren die ersten "cm" geschafft, die Beobachtungen wurden weniger, da nicht mehr viel passierte. Im Mittelpunkt der Sonne konnte man 3 kleine Sonnenflecken sehen. Um 12:00:00 Uhr begann dann endlich der Endspurt. Rund eine Stunde später konnte man zum zweiten Mal den Tropfeneffekt beobachten. Und um 13:22:21 Uhr war die Venus vollständig vor der Sonne verschwunden.
Das Wetter spielte insgesamt sehr gut mit, nur rund eine halbe Stunde war der Himmel bewölkt, Regen gab es aber zum Glück nicht. Auch die Temperaturen waren perfekt. Super Gott :-) !!

Bilder finden Sie hier.


Beobachtungsbericht vom 20.02.04:

Teleskop: Galaxy D8, Maginon XR700
Okulare: 9 und 32 mm

Am 20.02.04 ließ der Himmel wieder eine Beobachtung zu. Bei -1,3 Grad Celsius froren mir bereits nach 10 Minuten keine Bewegung die Hände ab. Gegen 20 Uhr begann ich dann einen sehr hellen Punkt aufzufinden, der im Westen langsam unterging. Nachdem ich keinerlei Details erkennen konnte, ging ich davon aus, dass es sich nicht um einen Planeten, wie z.B. Jupiter, handelt. Da ich weder Sternenkarte noch sonstiges neben mir liegen hatte, versuchte ich mich an den Sternenbildern zurechtzufinden. Und am späteren Abend zeigte mir "Carte Du Ciel", dass es sich wohl um Sirius gehandelt hat. Seine Helligkeit liegt bei -1,5m und fiel mir deshalb natürlich sofort ins Auge. Nachdem er aber hinter dem Haus meines Nachbarn, welches zum Glück dunkel war, verschwunden war, musste ich mir eine neues Objekt am Himmel aussuchen.
Ich entschied mich, einmal ein Sternhaufen zu beobachten. Und der schon mit bloßem Auge erkennbare offene Sternhaufen "Cr 70" war mein nächstes Objekt. Der im Sternbild "Orion" befindliche Sternhaufen hatte eine Helligkeit von 0,40m. Man sah sofort, dass hier nicht nur 2 oder 3 Sterne vorhanden waren. Es w aren sehr viele schöne helle Sterne, die einem sofort ins Auge fielen. Mit dem 32mm Okular konnte man fast den gesamten Sternhaufen auf einem "Haufen" sehen. Dann benutze ich noch das 9mm Okular, in dem sich aber nicht mehr Sterne zeigten. Das Feld war also weiter gespalten. Um ca. 20.22 Uhr jedoch kam stärker Wind auf, der das Seeing langsam immer mehr beeinflusste.
Um 20.36 beobachtete ich dann den Saturn, der gerade aufging, aber leider nur mit bloßem Auge und auch nur sehr kurz, da mein Galaxy D8 schlecht psotiert war und ein Transport nicht möglich war. Danach musste ich mich einmal kurz aufwärmen, da ich meine Hände kaum mehr spürte. Das ist natürlich ein kleiner Nachteil bei der Astronomie, dass man sich kaum bewegt und dadurch natürlich etwas unterkühlt ist, wenn man sich nicht warm genug anzieht.
Nach einer schönen heißen Tasse Tee habe ich um 21 Uhr ein neues Objekt beobachtet. Im Osten ging zu dieser Zeit der Jupiter auf. Der Jupiter bildete zusammen mit Regulus 32, Chort 70, Denebola 94, alle drei Sterne im Sternbild „Löwe“, eine sehr schöne Gerade. Allerdings war ich etwas enttäuscht, dass ich keine genaueren Details auf dem Jupiter sehen konnte. Vielleicht lag es ja an dem immer stärker werdenden Wind, der aus Nord-Osten kam. Zu Fotos kam ich leider nicht, aber zum Schluss habe ich eine kleines Video gedreht, wo man allerdings nicht wirklich etwas erkennen kann :-)

Insgesamt war diese Nacht, was die Planeten angeht, sehr enttäuschend. Allerdings habe ich mal wieder ein wenig Erfahrung mit DeepSky-Objekten gemacht.


First-Light
Beobachtungsbericht vom 6.02.04:

Teleskop: Galaxy D8
Okulare: 9 und 32 mm

Am 06.02.04 war es endlich soweit, ich konnte zum ersten Mal mein neues 8“ Galaxy-Dobson-Teleskop einmal für ganze 20 Minuten testen, bis schließlich der gesamte Himmel wieder von Wolken bedeckt war.
Ab 22.00 Uhr begann meine erste Beobachtung und endete schon wieder um 22:23. Da es sich schon bemerkbar machte, dass der Himmel nicht mehr all zulange frei bleiben würde, beschloss ich, das Teleskop vorerst nicht auskühlen zu lassen. Bei mal gerade + 2,7 Grad Celsius nahm ich mir den Mond als erstes vor und ich konnte meinen Augen fast gar nicht trauen. Mit meinem 32mm Okular sah ich trotz relativ schlechtem Seeing den Mond gestochen scharf. Dies war ich gar nicht von meinem Maginon XR700 oder vom Celestron 8 gewohnt. Einen Tag nach Vollmond konnte ich ihn fast vollständig beobachten und fand gleich auf anhieb einige Teilgebiete der Mondoberfläche. Dann beschloss ich mein nächstes Okular zu verwenden, um noch mehr Details sehen zu können. Ich nahm mit dem 9mm Okular auch zum ersten Mal meinen neuen Mondfilter, was das Beobachten gleich viel angenehmer machte.
Mit der Beobachtung von „Copernicus“ im Nord-Westen fand mein Staunen kein Ende mehr, so dass ich gierig nach weiteren interessanten Kratern auf der Mondoberfläche suchte.
Nach ca. 10 Minuten jedoch versperrten die ersten Wolken die sehr gute Sicht, so dass ich einmal versuchen wollte, andere Objekte aufzuspüren. Im Süden entdeckte ich dann ein etwas bräunlich-schimmernden Stern, der sich dann schließlich als Saturn entpupte. Aber bevor ich mich auf die Suche nach einem neuen Objekt machte, wechselte ich das Okular aus. Ich verwendete das 32mm Okular, um ein größeres Sichtfeld zu haben. Nach bereits wenigen Minuten kamen dann auch im Süden Wolken auf, so dass das Seeing immer schlechter wurde, jedoch bewies mein Dobson guten Charakter und konnte trotz der Wolken den Saturn in einer sehr guten Qualität abbilden. Mit dem bloßen Auge war er zu diesem Zeitpunkt bereits nicht mehr zu sehen. Man konnte bereits mit diesem 8"-Teleskop die Ringe am Saturn sehen, aber die genauen Einteilungen konnt man, wahrscheinlich aufgrund des schlechten Wetters, nicht erkennen. Dann wechselte ich noch einmal mein Okular, ich setze das 9mm Okular noch einmal ein, um vielleicht noch mehr Details vom Saturn zu sehen. Allerdings konnte man nicht sehr viel mehr erkennen. Um 22.23 war man dann nicht mehr in der Lage irgendetwas zu finden, da der Himmel leider wieder reichlich mit Wolken bedeckt waren. Dennoch war es ein sehr schöner Anblick und ich freue mich schon jetzt auf den nächsten freien Abend, um noch mehr Objekte aufzuspüren.